Reiseinformation Südafrika

 

Ärztliche Versorgung

Die ärztliche Versorgung in Südafrika hat zumeist europäischen Standard. Ärzte und
Krankenhäuser gibt es in allen größeren Orten, ebenso Apotheken (Pharmacy,
Apteek). Regelmäßig benötigte Medikamente sollten von zu Hause mitgebracht
werden. Allgemeiner Notruf 107 oder 112 (vom Handy) und 10111 (vom Festnetz oder
Münztelefon). 24-Stunden-Krankenwagen-Notruf 10177. Für ärztliche Leistungen und
Hospitalisierung ist grundsätzlich Vorauskasse in teilweise erheblicher Höhe zu
leisten! Aufgrund der im Nachbarland Zimbabwe immer noch andauernde
Choleraepidemie sollten bei Reisen, insbesondere in die südafrikanische
Grenzregion (Limpopo, Musina und Beitbridge), die einschlägigen Hygieneregeln
beachtet werden – auf diese Weise können auch die meisten übrigen
Durchfallerkrankungen vermieden werden.

Behinderte

Größere Hotels sind auf Behinderte eingestellt, auch einige Camps in den Nationalparks
verfügen über behindertengerechte Unterkünfte. Es gibt behindertengerechte
Mietwagen und sachkundige Hilfe auf den regionalen Flugstrecken. In Kapstadt
unterhält die Vereinigung Behinderter ein Informationszentrum: The Disabled
People of South Africa (DPSA), 6th Floor, Dumbarton House, 1 Church Street, Tel.
0027-21-4220357, Fax 0027-21-4220389, Email info@dpsa.org.za,
http://www.dpsa.org.za

Einreisebestimmungen

Staatsbürger aus der Schweiz und den EU-Staaten können sich mit einem Reisepass, der ab
Ausreisedatum noch 30 Tage gültig ist und mindestens 1 Seite frei hat, bis zu 90
Tage im Land aufhalten. Bei der Einreise muss zusätzlich ein gültiges Rückkehr-
oder Weiterreiseticket vorgewiesen werden können. Für die Einreise nach
Swaziland oder Lesotho erkundige man sich vor der Reise bei den Botschaften nach
den aktuellen Bestimmungen – in der Regel benötigt man kein Visum.
Geschäftsreisenden wird generell empfohlen, sich bei der diplomatischen
Vertretung Südafrikas in ihrem Heimatland zu erkundigen, ob sie für ihren
speziellen Aufenthalt möglicherweise ein Visum benötigen. Vor Ablauf der
Aufenthaltserlaubnis müssen Verlängerungen beim Department of Home Affairs
(Pretoria, http://www.home-affairs.gov.za) beantragt werden.

Elektrizität

Für elektrische Geräte (220/240 Volt Wechselstrom) benötigt man einen
Dreipol-Adapter, den man vor Ort in Kaufhäusern oder Elektrogeschäften kaufen
kann. Manche größere Hotels verleihen sie auch, und haben zusätzlich 110
Volt-Anschlüsse für elektrische Rasierapparate und kleine elektrische Geräte.
Grundsätzlich ist es empfehlenswert, eine Taschenlampe mitzunehmen.

Feiertage

Erkundigen Sie sich “in situ”.

Frauen allein unterwegs

Prinzipiell können Frauen sehr gut allein Südafrika bereisen. Ein paar Dinge sind dennoch zu
beherzigen: Allein zu trampen, ist nicht ratsam; ebenso wenig wie allein nach
Einbruch der Dunkelheit unterwegs zu sein. Die Kleidung sollte eher bedeckend
als offenherzig sein, wenn frau keine unerwünschte Aufmerksamkeit erregen
möchte. Auch das Verhalten sollte eher zurückhaltend sein, sexuelle Übergriffe
gegen Frauen kommen auch in Südafrika vor.

Geld und Devisen

Währungseinheit ist der südafrikanische Rand (R, ZAR), unterteilt in 100 Cent. Im Umlauf sind
Münzen mit 1, 2, 5, 10, 20, und 50 c sowie 1, 2 und 5 ZAR, Banknoten gibt es im
Wert von 10, 20, 50, 100 und 200 ZAR. Bestes Reisezahlungsmittel sind Traveller
Cheques. Sie können bei Banken, Thomas-Cook- und American-Express-Vertretungen
eingelöst werden. Größere Hotels wechseln Bargeld, jedoch ist der Kurs
schlechter. Hotels, Restaurants, Geschäfte etc. akzeptieren auch die gängigen
Kreditkarten. Nur an Tankstellen ist Barzahlung erforderlich. In allen größeren
Orten kann man an Geldautomaten mit der Bankkarte (maestro) Bargeld erhalten.
Jeder Besucher kann sich bei der Ausreise (z. B. an den entsprechenden Schaltern
an den Flughäfen Johannesburg, Durban, Cape Town) die Mehrwertsteuer (VAT,
momentan in Höhe von 14 %) zurückerstatten lassen, wenn er die Quittungen (Tax
Invoice), die Ware selbst (im Wert von mind. 250 Rand) sowie den Reisepass
vorlegen kann. Detaillierte Informationen zur Rückvergütung erhalten Sie unter
http://www.taxrefunds.co.za

Gesundheit

Bei Einreise aus Europa sind keine besondere Impfungen vorgeschrieben,
empfehlenswert ist ein Schutz gegen Tetanus, Polio, Masern und Hepatitis A und
B. Für Reisende aus Gelbfieber-Endemiegebieten ist eine Gelbfieberimpfung bei
der Einreise Pflicht. Für einige Landesteile besteht ganzjährig Malariarisiko,
dazu gehören der gesamte Krüger-Nationalpark, die Northern Province (Limpopo
Province), die Provinz Mpumalanga und der Norden von KwaZulu/Natal.
Informationen zu Schutzmaßnahmen erteilen die Tropeninstitute oder die Travel
Clinics (http://www.travelclinic.co.za). Sinnvoll sind auf jeden Fall
körperbedeckende Kleidung, ein Insektenschutzmittel sowie ein Moskitonetz. Wegen
möglicher Bilharziosegefahr sollte man nicht in stehenden Gewässern baden.
Leitungswasser hat Trinkwasserqualität. Die Zahl der Aids-Infizierten steigt in
Südafrika dramatisch an, schätzungsweise fast 20 Prozent der Bevölkerung sind
betroffen.

Homosexualität

In den größeren Städten wie Kapstadt, Durban und Johannesburg gibt es eine kleine,
lebendige Schwulen- und Lesbenszene. Generell werden außerhalb der Großstädte
gleichgeschlechtliche Beziehungen tabuisiert. Infos zum Thema findet man im
Internet unter www.gaysa.co.za

Klima und Reisezeit

Die Jahreszeiten auf der Südhalbkugel sind denen auf der nördlichen genau
entgegengesetzt. Mediterranes Klima beherrscht die Kap-Halbinsel, auf dem
Highveld sind die Temperaturen gemäßig. Der Küstengürtel von KwaZulu-Natal, das
Lowveld (Krügerpark) und die Northern Province (Limpopo Province) liegen in der
subtropischen Klimazone. In Südafrika fallen die Niederschläge sehr
unterschiedlich aus, in den meisten Teilen des Landes liegen sie unter 500 mm im
Jahr. Im Landesinneren regnet es besonders in den Sommermonaten (Ende Oktober
bis März) in kurzen heftigen Schauern Unmengen von Wasser auf die Erde. Am Kap
ist es während des Winters (Mai bis September) besonders regnerisch. Die
Kap-Gebirge und die höher gelegenen Drakensberge sind im Winter sogar etwas mit
Schnee bedeckt.
Ideale Reisezeit sind der südafrikanische Herbst im März und April sowie der Frühling
im September und Oktober. Bei einer Afrika-Reise darf leichte, luftdurchlässige
Baumwoll- oder Funktionskleidung im Gepäck nicht fehlen. Auch auf warme Kleidung
sollte wegen der starken Abkühlung in der Nacht nicht verzichtet werden. Plant
man längere Wanderungen und Safaris in Nationalparks, empfehlen sich robuste
Hemden und Hosen in gedeckten Farben sowie feste Schuhe mit gutem Profil. Trotz
der Hitze sind langärmelige Hemden und lange Hosen (evtl. imprägniert) für die
Dämmerung und den Abend empfehlenswert, denn diese schützen am besten gegen
Insektenstiche. Natürlich dürfen auch ein Sonnehut und Sonnencreme mit hohem
Lichtschutzfaktor nicht fehlen.

Kriminalität

Die Kriminalität in Großstädten ist in den letzten Jahren drastisch angestiegen –
dies gilt vor allem für Johannesburg und Durban. Inzwischen stattet die
Regierung die Polizeikräfte mit wesentlich mehr Personal aus. Dennoch sollte man
in der Innenstadt ausschließlich Taxis benutzen. Nach Geschäftsschluss – und
spätestens bei Einbruch der Dunkelheit – sollten die Innenstädte Johannesburgs,
Durbans, Pretorias und Kapstadts gemieden werden. Townships sollten nur in
organisierter Form und mit ortskundiger Führung besucht werden. Bei Fahrten mit
dem Mietwagen ist unbedingt darauf zu achten, dass Fenster und Türen
verschlossen sind. Fahrten bei Dunkelheit sollten immer vermieden werden.
Stadtrundfahrten durch Soweto und andere Touren werden von diversen
Veranstaltern angeboten; von Solounternehmungen ist dringend abzuraten. Schmuck
und Wertgegenstände müssen im Hotelsafe aufbewahrt werden. Beim und nach dem
Abheben von Geld am Geldautomaten sollte man besondere Vorsicht walten lassen.
Berücksichtigt man diese Maßnahmen, ist der Besuch in Südafrika ein ungetrübter
Genuss.

Notruf

Die Polizei-Notrufnummer im ganzen Land lautet 10111, Ambulanz 10177.

Öffnungszeiten

Geschäfte sind im Allgemeinen Mo-Fr von 8-17 Uhr geöffnet, samstags von 8-13 Uhr. Etliche
große Einkaufszentren und Supermärkte schließen später, manche haben auch
sonntags geöffnet. In Cafés gibt es Zeitungen, Zigaretten, Süßigkeiten und
einige Lebensmittel, geöffnet haben sie täglich von 7-20 Uhr. Folgende
Öffnungszeiten gelten für Behörden: Mo-Fr 8.30-15.30 Uhr; für Banken: Mo-Fr
9-15.30 Uhr, Sa von 8.30 oder 9-11 Uhr; für Postämter: Mo-Fr 8.30-16.30 Uhr, Sa
8-12 Uhr. Große Tankstellen sind meistens rund um die Uhr besetzt.

Reisen im Land

Das inländische Flugnetz in Südafrika ist gut ausgebaut, ca. 20 Flughäfen werden von
SAA und mehreren privaten Airlines angeflogen. Die Straßen sind meist gut, die
wichtigsten Strecken asphaltiert und über Land wenig befahren. An den
Linksverkehr gewöhnt man sich schnell. Vorsicht ist jedoch bei der Einfahrt in
einen Kreisverkehr, Ausfahrten und beim Abbiegen geboten. Um selbst mit einem
der zahlreich angebotenen Mietwagen oder Wohnmobile durchs Land zu fahren,
braucht man einen internationalen Führerschein; das Mindestalter des Fahrers
beträgt 23 Jahre. Für Automobilclubmitglieder ist die Pannenhilfe des
südafrikanischen Automobilclubs AA kostenlos (Tel. 083 843 22,
http://www.aa.co.za). Eine Besonderheit sind die 4-way-Stoppschilder, bei denen
die Fahrzeuge aus allen Richtungen an der Kreuzung anhalten müssen und dasjenige
zuerst fahren darf, das zuerst die Kreuzung erreicht hatte.

Zwischen den größeren Städten verkehren regelmäßig Züge der staatlichen
Eisenbahngesellschaft Shosholoza Meyl (http://www.shosholozameyl.co.za). Von
Kapstadt nach Pretoria fahren der Luxuszug Blue Train
(http://www.bluetrain.co.za) und der Nostalgiezug Rovos Rail
(http://www.rovos.co.za). Mehrere Busgesellschaften bieten hauptsächlich
Nachtverbindungen zwischen den wichtigsten Städten an: Greyhound
(http://www.greyhound.co.za), Translux (http://www.translux.co.za) und Intercape
(http://www.intercape.co.za). Der unter Rucksackreisenden beliebte BazBus
(http://www.bazbus.com) verkehrt zwischen allen wichtigen touristischen Ziele
und diversen Hostels.

Südafrika – Afrika par excellence zwischen Kap und
Krügerpark

Südafrika ist ein Land der Gegensätze, in jeder Beziehung. Kapstadt und charmante
Küstenstädte entlang der idyllischen Garden Route am Indischen Ozean
konkurrieren in ihrer Attraktivität mit Nationalparks und Naturreservaten, in
denen eine großartige Tierwelt überwältigende Eindrücke hinterlässt.

Zahlreiche geführte Touren (zu Fuß oder im Safarifahrzeug) ermöglichen eine gefahrlose
Beobachtung der “Big Five”, also Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Die
Camps in den Reservaten bieten Unterkunft für jeden Geschmack. Ob Krüger,
Hluhluwe Umfolozi oder Royal Natal National Park, von Sonnenauf- bis
Sonnenuntergang weckt die wilde Natur die Neugierde. Natürlich locken auch die
beiden Ozeane – im Westen der Atlantik mit zerklüfteten Küsten, beginnend am
Table Mountain, im Süden und Osten der warme Indische Ozean mit weiten
Sandstränden und faszinierenden Tauchrevieren. Hier tummeln sich die besten
Surfer der Welt.

Weinfreunde und Gourmets kommen am Kap auf ihre Kosten, z. B. in Stellenbosch und Umgebung.
Und selbstverständlich bietet Südafrika auch großstädtische Atmosphäre: Neben
dem pulsierenden Kapstadt ist die indisch geprägte Hafenstadt Durban unbedingt
eine Reise wert.

Telefon

Telefonkarten für öffentliche Telefonzellen gibt es in Postämtern, Supermärkten und Flughäfen
im Wert von 20, 50, 100 und 200 ZAR. Die Telefonzellen für Münzen (10, 20, 50c
und 1, 2, 5R) sind blau, die für Telefonkarten grün. Auslandsgespräche von
Hotels aus sind sehr teuer. Eine Alternative sind Telefonläden, in denen ohne
Münzen, Telefonkarten und ohne Warteschlange, bei einer Tasse Kaffee telefoniert
oder gefaxt werden kann. Dies ist zwar teurer als in den öffentlichen
Telefonzellen, aber billiger als das Telefonieren vom Hotel aus. Mobiltelefone
funktionieren beinahe überall. Bei einem längeren Aufenthalt empfiehlt es sich,
eine südafrikanische SIM-Karte (“air time” ab 50 ZAR, zum Beispiel vom größten
Netzanbieter Südafrikas Vodacom) zu erwerben. Unter 1023 erreicht man die
Inlandsauskunft: Im südafrikanischen Telefonnetz ändern sich ständig viele
Telefonnummern. Faxe können aus dem Hotel verschickt werden, billiger ist es
jedoch in Copy- oder Fax-Shops. Südafrika hat die Vorwahl 0027, die Vorwahl für
Gespräche in die Schweiz lautet 0941, nach Deutschland 0949, nach Österreich
0943.

Trinkgeld

Trotz All-inclusive-Preisen werden im Restaurant Trinkgelder erwartet. Üblich sind bei
Kellnern wie bei Taxifahrern zehn Prozent des Rechnungsbetrags. Zimmermädchen
und Kofferträger bekommen etwa fünf Rand, Parkwächter drei Rand.

Zeit

Im Winter beträgt die Zeitverschiebung plus eine Stunde zur mitteleuropäischen Zeit
(MEZ). Während der Sommerzeit gibt es keinen Zeitunterschied, GMT + 2 Std.

Zollbestimmungen

Gegenstände des persönlichen Bedarfs sind bei der Einreise nach Südafrika zollfrei. Neben
Geschenken im Wert von 500 Rand dürfen 5000 Rand Bargeld sowie Reiseschecks und
ausländische Währungen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden, außerdem 2 l
Wein, 1 l Spirituosen, 50 ml Parfum, 250 ml Eau de Toilette, 400 Zigaretten, 50
Zigarren und 250 g Tabak. Bei Wiedereinreise ins Heimatland sind pro Person über
17 Jahre Geschenke bis zu einem Wert von 175 EUR bzw. 300 CHF zollfrei. Gemäß
Washingtoner Artenschutzabkommen ist die Einfuhr von gefährdeten Pflanzen,
Tieren und Elfenbein sowie daraus gefertigten Produkten strengstens
verboten.

Adressen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Diplomatische Vertretungen
180 Blackwood Street
0083 – Arcadia, Pretoria

Tel.: +27-12-4278900
Fax:
+27-12-3439401

Internet: http://www.pretoria.diplo.de

Schweizer Botschaft

Diplomatische Vertretungen
225 Veale
Street, Parc Nouveau
0181 – New Muckleneuk

Tel.:
+27-12-4520660
Fax: +27-12-3466605

Internet: http://www.eda.admin.ch/pretoria